Zweifelsohne gehört die Bartagame Pogona vitticeps zu den populären Agamen. Ihre Pflege und Vermehrung wird seit Langem betrieben und inzwischen gelten speziell gezüchtete Farbmorphen als begehrt.
Bartagamen zeichnen sich durch einen mit Stacheln versehenen Körper aus. Auffälligstes Merkmal ist jene Stachelreihe, die sich von der Hinterkante des Unterkiefers über die Kehle erstreckt. Sie gleicht einem Bart, was den deutschen Namen erklärt.
Die Verbreitung aller bisher bekannten sieben Arten erstreckt sich ausschließlich auf Australien. Darum muss das Terrarium den Lebensraum von Wüste und Steppe wiedergeben und entsprechend temperiert werden. Lokal dürfen diese tagsüber bis maximal 50 °C sein. Solche Plätze dienen dem Sonnenbaden.
Da Pogona vitticeps bis knapp 60 lang werden kann, sollte das Terrarium für eine Gruppe von drei Tieren (2 Weibchen; 1 Männchen) mindestens 200x100x100 cm betragen.
Wer Platz für ein größeres Terrarium hat, kann die Tiere in einer Gruppe, bestehend aus mehreren Weibchen, aber nur einem Männchen pflegen. Männchen rivalisieren untereinander, was dem unterlegenen Artgenossen nicht bekommt. Zur Gruppenpflege müssen viele Verstecke gestaltet werden, so dass sich die Tiere aus dem Weg gehen können.
80% der Nahrung besteht aus Grünkost. Die Nahrung kann wie folgt zusammengestellt werden:
30% der Pflanzennahrung ist Petersilie
30% ist Salat (Endivien oder Romana)
30% Möhren, Zucchini, Paprika, Seleri und Salatgurken
10% frisches Heu, klein geschnitten oder aufgeweichte Heupresslinge
Die restlichen 20% werden mit adulten Heuschrecken und anderen Futterinsekten ergänzt.
Es empfiehlt sich eine drei Monate währende Winterruhe. Die Temperatur wird auf 15 °C dadurch gesenkt, indem über einen Zeitraum von zwei Wochen die Brenndauer des Lichtes reduziert wird.
Nach der Winterruhe beginnen die Paarungsaktivitäten. Trächtige Weibchen legen nach längstens sieben Wochen ihre Eier in befeuchtetes Erdreich. Hier werden die bis zu 30 abgelegten Eier wieder ausgegraben und in einem Inkubator bei durchschnittlich 27 °C sechzig bis siebzig Tage bebrütet.