Spornschildkröten erhielten ihren Namen wegen zweier auffälliger Sporen an den Hinterschenkeln.
Mit einer Länge von bis zu 100 cm und einem Gewicht von annähernd 100 kg ist sie die größte kontinental lebende Landschildkröte der Erde. Größer werden nur noch die zwei auf Inseln lebenden Riesen-Schildkröten-Arten.
Die Spornschildkröte ist ein Bewohner der afrikanischen Sahelzone. Diesem unwirtlichen Lebensraum trotz die Schildkröte mit spartanischer Genügsamkeit. Eine Eigenschaft die bei ihrer Pflege von Vorteil ist. Wer sich mit dem Gedanken trägt, Spornschildkröten pflegen zu wollen, muss wissen, dass vom Tierschutzgesetz folgende Berechnungsgrundlage für die Mindestgröße eines Terrariums verlangt wird:
Bei der Pflege eines Paars muss die Panzerlänge des größten Tieres mit 8 in der Länge und mit 4 in der breite multipliziert werden.
Zur Verdeutlichung ein Rechenbeispiel:
Der Mann hat 80 cm Panzerlänge:
Die Länge berechnet sich daher: 80x8 = 6,40 m lang
Die Breite berechnet sich daher: 80x4 = 3,20 m breit
Für die Pflege eines Pärchen Spornschildkröten muss daher ein Terrarium der Grundfläche von mindestens 20,5 m2 errichtet werden.
Was man nicht darf, ist das Freigehege und das Innengehege zusammenzurechnen und die Tiere dann über den Winter nur innen, folglich in einem kleineren Gehege, zu halten.
Vergesellschaftet werden die Tiere als Paar oder Gruppe, wobei darauf geachtet wird, dass nur ein Männchen in der Gruppe gepflegt wird. Außerdem ist bei der Haltung mehrerer Tiere zu berücksichtigen, dass ab dem 3. Tier für jedes weitere Exemplar 10 % Fläche zusätzlich in die Grundfläche der Mindestanforderung einzurechnen ist.
In obigem Beispiel wäre die neue Fläche nun 22,6 m2. Ab dem fünften Tier muss man 20 % pro Tier addieren.
Männchen sind an einem wesentlich größeren Bauchpanzer und einem längeren Schwanz zu identifizieren. Ganz zu schweigen davon, dass Männchen, im Vergleich zu ihren weiblichen Artgenossen, fast doppelt so groß und schwer werden.
Entsprechend ihrem Herkunftsgebiet sollten die Tagtemperaturen bei 30 °C – lokal bis 40 °C - liegen, nachts hingegen sind um die 20 °C ausreichend. Ihren natürlichen Verhaltensweisen entsprechend, graben Spornschildkröten Löcher in den Untergrund, die bis drei Meter tief sein können. In diesen schützen sie sich vor Hitze, Vertrocknung und zu kühlen Nächten.
Die karge Vegetation der Sahelzone hat dazu geführt, dass die Spornschildkröte extrem gute Energieverwerter sind. Dieses kann sich bei der Pflege als nachteilig erweisen, weil das saftige Grün mit dem die Schildkröten versorgt werden, dazu führen kann, dass sie verfetten. Die richtige Menge ist also entscheidend.

Vermehrt wird die Art inzwischen regelmäßig. Während eines Brutzyklus können bis zu 80 Eier abgelegt werden. Bei einer gleichbleibenden Temperatur von um die 30 °C schlüpfen nach rund 100 Tagen die Jungschildkröten.
Die Spornschildkröte wird in Liste II des Washingtoner Artenschutzabkommens geführt, so dass ihr Verkauf nur mit entsprechenden Unterlagen gestattet ist.