Die Pazifik Klapperschlange

Die Pazifik-Klapperschlange hat die trockenen Biotope des nordamerikanischen Kontinents von Mexiko bis Kanada erobert. Dabei entwickelte die Art im Lauf der Evolution eine hohe Variabilität der Körperfarbe die dazu geführt hat, dass Crotalus oreganus in mehreren Unterarten geführt wird.
 
Die bis etwas über einen Meter lang werdende Pazifische Klapperschlange lebt verborgen in den Sanddünen der Küsten, in den Grassteppen ihres Verbreitungsgebiets sowie in Felslandschaften. Als weiteren Siedlungsraum haben die Tiere das weitflächige Ackerland für sich entdeckt.
 
Die Beute, welche die Pazifische Klapperschlange schlägt, sind Vögel, Eidechsen, andere Schlangen bis hin zu Kleinsäugern und Insekten.
 
Ihre Körperfarbe lässt sie ausgezeichnet mit der Umgebung verschmelzen, sodass sie als Lauerjäger beste Aussichten auf Jagderfolg hat. Sie besitzt an den Seiten des Kopfes, in einer Grube eingebettet, Hitze sensitive Organe. Damit kann sie ihre Beute gleich eines Wärmedetektors aufspüren. Die Schlange ist ein dämmerungsaktiver Jäger, die auch die kühlere Tageszeit in ihre aktive Phase einbindet. In den Wintermonaten hält die Pazifische Klapperschlange Winterruhe.
 
Männchen lassen sich daran erkennen, dass ihr Schwanzende dicker ist. Führt die Begattung zum Erfolg, bringt das Weibchen in der Zeit von August bis Oktober lebende Junge zur Welt.
 
Die Pazifik-Klapperschlange gilt als ein leicht zu reizender Vertreter aus der Familie der Klapperschlangen. Bei Bedrohung warnt sie mit rasselnden Geräuschen. Diese werden durch hornige Segmente erzeugt, die eine Rassel am Schwanzende bilden. Nach jeder Häutung verlängert sich die Rassel. Jungtiere besitzen zu Beginn ihres Lebens lediglich ein Segment.
 
Überhört oder ignoriert man das Rasseln, beißt die Schlange zu. Das Gift ist ein Protein-Cocktail, der unter anderem einen Einfluss auf die Reizleitung des Nervensystems nimmt. Muskeln erlahmen und führen zu Atemnot und Bewegungsunfähigkeit. Das Toxin wird mit den beweglichen Giftzähnen injiziert und wird, in Abhängigkeit von der Größe des Opfers, in kontrollierter Menge injiziert.
Selbst eine getötete Schlange ist noch in der Lage ihr Gift zu injizieren, wenn sich durch unkontrollierte Muskelkontraktion der Kiefer reflexartig öffnet.
Bricht beim Zustoßen ein Giftzahn ab, wird dieser durch einen dahinter liegenden ersetzt.
Die Population der Pazfischen Klapperschlange gilt derzeit als nicht gefährdet. Dennoch wird sie in der Roten Liste der IUCN gelistet, sodass ihr Handel nur mit entsprechender Genehmigung gestattet ist.
 

News

Werbung

Login / Registrierung

Benutzername Passwort Angemeldet bleiben    Erstelle einen Account

reptil_de