Rote Speikobra (Naja pallida)

Speikobras gehören innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Echten Kobras (Naja).
Die Rote Speikobra findet man im Osten Afrikas. Die überwiegend nachtaktive Schlange erreicht eine Länge von bis zu 130 cm.
Foto: Maik DobieySpeikobras sind scheue und wenig aggressive Schlangen. So verwundert es nicht, dass sie versuchen, bei Gefahr zu flüchten. Nur wenn kein Ausweg mehr scheint, richtet sich das Tier unter lautem Zischen auf und spreizt ihr Halsschild auseinander um größer zu wirken. Die Rote Speikobra besitzt ein eher schmales Halsschild das bei ausgewachsenen Tieren maximal acht Zentimeter breit wird.
Wird die Drohgebärde ignoriert, öffnet die Speikobra das Maul und spritzt ihrem Peiniger aus einer Entfernung von bis zu drei Metern zielsicher ihr Gift in die Augen. Erstaunlich dabei ist, dass die Rote Speikobra in der Lage ist, in nur 200 Millisekunden voraus zu berechnen, wo die Augen des Aggressors sein werden. Zu diesem Zweck vollführt die Schlange kurz vor dem Spucken leicht kreisende Kopfbewegungen und verfolgt die Bewegungen ihres Opfers genau. Dann wird in nur 50 Millisekunden das Gift durch Muskelkontraktion gespien.
Das verspritzte Gift brennt fürchterlich in den Augen und führt bei Nichtbehandlung zur dauerhaften Erblindung.
Es ist das gleiche Gift, das die Rote Speikobra auch einsetzt, um ihre Beute, wie Kleinsäuger, Amphibien oder andere Schlangen durch einen Biss zu töten. Es enthält große Mengen Gewebe zerstörender Bestandteile.
Wichtig zu wissen ist auch, dass Speikobras schon während des Schlupfs in der Lage sind, das Gift zu speien.
Dass die Pflege einer solchen Schlange nur den Spezialisten vorbehalten ist, versteht sich eigentlich von selbst.
Foto: Maik Dobiey
 

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