Die Europäische Hornotter (Vipera ammodytes)

Sie  trägt viele Trivialnamen: Sandviper, Hornotter, Sandotter oder Hornviper sind die geläufigsten. Damit gemeint ist aber immer die gleiche Schlange: die Europäische Hornotter, die in den südlichen Ländern Europas lebt. Österreich (hier in der Steiermark und in Kärnten), Nord-Italien, Griechenland, Kroatien sind nur einige Beispiele ihres Vorkommens. In Deutschland fehlt die für europäische Verhältnisse relativ große Giftschlange.
 
Die Europäische Hornotter gilt als wenig aggressiv und gesellig, weshalb Unfälle kaum belegt sind. Das Gift der Hornviper gilt als ein Vertreter europäischer Schlangen als überraschend wirksam. Die Toxine bewirken einen Gewebezerfall und – wie so oft – Lähmungen.
 
Je nach Herkunft verbringt die bis 95 cm lang werdende Hornotter bis zu sechs Monate des Jahres in der Winterruhe. Ihr Winterquartier teilt sie gerne mit Artgenossen. In den wenigen Sommermonaten findet man die Art vor allem in den kargen Felslandschaften ihrer Verbreitungsgebiete, wo sie sich stundenlang auf denen, durch die Sonne aufgeheizten Steinen, sonnt. Die Ernährung umfasst Reptilien, Insekten und Säugetiere aus der jeweiligen Region.
 
Wegen ihrer langen Winterruhe sind die lebend gebärenden Weibchen üblicherweise nur alle zwei Jahre geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt drei bis vier Monate. In dieser Zeit werden bis zu 20 Jungschlangen ausgetragen.
 
Wie so viele Tiere in Europa gilt auch die Hornotter in ihrem Bestand als gefährdet, da ihr Lebensraum kontinuierlich durch Bewirtschaftung schrumpft. Deshalb wird sie in der Roten Liste als  vom Aussterben bedroht geführt.
 

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